Freiwilligenarbeit in Irland: Altersfragen, Bezahlung & Regeln
Viele Menschen in Irland möchten sich engagieren, wissen aber nicht, wo sie anfangen sollen. Dabei ist der Einstieg oft näher, als man denkt: 29 Volunteer Centres und die nationale Datenbank I-VOL vermitteln im ganzen Land, und sobald die ersten Fragen auftauchen – ab welchem Alter, mit welcher Vergütung, nach welchen Regeln – lassen sie sich mit offiziellen Quellen klar beantworten.
Freiwilligenjobs auf LinkedIn (Irland): 216 ·
Volunteer Centres landesweit: 29 ·
Mindestalter für die Volunteer-Aufenthaltserlaubnis: 18 Jahre ·
Stand der Regierungsinformation: ·
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Kurzüberblick
- 29 Volunteer Centres beraten und vermitteln Freiwillige landesweit (gov.ie, Amtlicher Dienst der irischen Regierung).
- I-VOL ist die nationale Datenbank für Freiwilligenstellen (gov.ie, Leitfaden der irischen Regierung zu Freiwilligendiensten).
- Volunteer Ireland ist die nationale Entwicklungsagentur für Freiwilligenarbeit (ireland.ie, Irisches Außenministerium).
- Eine einheitliche Altershöchstgrenze gibt es nicht – ob eine gilt, entscheidet die Organisation (Volunteer Meath, Leitfaden für Freiwillige).
- Ob Fahrtkosten oder Verpflegung erstattet werden, hängt von der Stelle ab (mehr dazu im Abschnitt zur Bezahlung; Volunteer Meath).
- Wie stark ein Einsatz emotional fordert, lässt sich vorab kaum beurteilen (Dublin City Volunteer Centre).
- Die Volunteer-Aufenthaltserlaubnis gilt zunächst ein Jahr, kann auf zwei Jahre verlängert werden – ein drittes Jahr ist auf Antrag möglich (EU-Einwanderungsportal der Europäischen Kommission).
- In Dublin kann gezielt nach Angeboten für unter 18-Jährige gefiltert werden (Dublin City Volunteer Centre).
- Die Regierungsseite zum Thema wurde zuletzt im aktualisiert. (EU-Einwanderungsportal der Europäischen Kommission)
- Wer Arbeitslosengeld bezieht, bleibt mit dem Formular VW1 abgesichert (Dublin City Volunteer Centre).
- Für Nicht-EU-Bürger gilt bei der Aufenthaltserlaubnis das Mindestalter von 18 Jahren (EU-Einwanderungsportal der Europäischen Kommission).
- Ein Gespräch mit der örtlichen Volunteer-Stelle klärt Altersfragen und Kosten. (Dublin City Volunteer Centre)
Neun Zeilen, ein Muster: Die irische Freiwilligenarbeit ist offiziell gut dokumentiert – nur Altersgrenzen und Auslagen bleiben Verhandlungssache.
| Aspekt | Stand der Fakten | Quelle |
|---|---|---|
| Vermittlung | 29 Volunteer Centres plus nationale Datenbank I-VOL | gov.ie (Amtlicher Dienst der irischen Regierung) |
| Nationale Entwicklungsagentur | Volunteer Ireland | ireland.ie (Irisches Außenministerium) |
| Mindestalter (Nicht-EU) | 18 Jahre für die Volunteer-Aufenthaltserlaubnis | EU-Einwanderungsportal der Europäischen Kommission |
| Altersgrenzen allgemein | Keine einheitliche – Organisationen entscheiden im Einzelfall | Volunteer Meath, Leitfaden für Freiwillige |
| Unter 16 | Freiwillig tätig nur mit Zustimmung der Eltern | Volunteer Meath, Leitfaden für Freiwillige |
| Jugendangebote in Dublin | Filter „under 18“ auf der Website des Zentrums | Dublin City Volunteer Centre |
| Jobseeker | Freiwilligenarbeit erlaubt, solange man für Arbeit verfügbar bleibt | Dublin City Volunteer Centre (Formular VW1) |
| Stand der Regierungsinformation | gov.ie (Amtlicher Dienst der irischen Regierung) | |
| Aktuelle Stellen | 216 Freiwilligenjobs auf LinkedIn (Irland) |
Wie kann man die Freiwilligenarbeit steigern?
Organisationen in Irland haben ein gemeinsames Problem: Es gibt genug sinnvolle Aufgaben, aber nicht immer genug Menschen, die sie übernehmen. Die Infrastruktur, um das zu ändern, steht längst – sie muss nur genutzt werden.
Motivation von Freiwilligen erhöhen
- Konkrete Einsatzzeiten und klare Aufgaben senken die Hürde: Wer weiß, was auf ihn zukommt, sagt schneller zu.
- Wertschätzung zeigt sich praktisch – etwa durch die unkomplizierte Erstattung von Fahrtkosten (dazu unten mehr).
- Junge Menschen gezielt ansprechen: Das Dublin City Volunteer Centre filtert Angebote nach „under 18“ und macht so sichtbar, dass auch Jugendliche gebraucht werden (Dublin City Volunteer Centre).
Rekrutierungsstrategien
- Stellen in der nationalen Datenbank I-VOL eintragen – so erscheinen sie in der zentralen Suche der 29 Volunteer Centres.
- Auf LinkedIn finden Interessierte aktuell 216 Freiwilligenjobs in Irland – ein Zeichen, wie stark Organisationen dort bereits suchen.
- Das Europäische Jugendportal der EU führt ebenfalls eine Datenbank mit Freiwilligenangeboten.
Öffentlichkeitsarbeit
- Volunteer Ireland informiert als nationale Entwicklungsagentur und nennt die zentralen Anlaufstellen für Organisationen (ireland.ie, Irisches Außenministerium).
- Die lokalen Volunteer Centres kennen die Bedürfnisse vor Ort – eine kurze Anfrage lohnt fast immer.
- Erfolgsgeschichten teilen: Wer zeigt, wie Freiwilligenarbeit wirkt, gewinnt die nächste Generation.
Die 10 häufigsten Gründe für Freiwilligenarbeit
- 1. Etwas Sinnvolles tun.
- 2. Menschen kennenlernen und Netzwerke aufbauen.
- 3. Die Gemeinschaft direkt stärken.
- 4. Berufliche Erfahrung sammeln.
- 5. Neue Fähigkeiten entdecken.
- 6. Struktur in den Alltag bringen.
- 7. Selbstvertrauen gewinnen.
- 8. Sprachkenntnisse praktisch anwenden.
- 9. Etwas zurückgeben – zum Beispiel als älterer Mensch mit Lebenserfahrung.
- 10. Andere dazu ermutigen, ebenfalls anzufangen.
Was das bedeutet: Mehr Freiwillige entstehen nicht durch mehr Appelle, sondern durch bessere Verbindungen – zwischen Menschen, Aufgaben und den passenden Datenbanken.
Das Muster: Wer diese Ansätze kombiniert, kann das Angebot an Freiwilligen in Irland nachhaltig steigern.
Bin ich zu alt, um im Ausland freiwillig zu arbeiten?
Die kurze Antwort: Meistens nein. Eine allgemein einheitliche Altersgrenze für Freiwilligenarbeit existiert nicht; einzelne Organisationen legen ihre eigenen Regeln fest. Kinder unter 16 dürfen grundsätzlich mithelfen, brauchen aber die Zustimmung eines Elternteils oder gesetzlichen Vormunds – und manche Aufgaben in Krankenhäusern, im Bewährungsbereich oder bei Sozialdiensten stellen zusätzliche Anforderungen (Volunteer Meath, Leitfaden für Freiwillige).
Altersbeschränkungen in Programmen
- Wer aus einem Nicht-EU-, Nicht-EWR- oder Nicht-Schweizer-Staat kommt, braucht für längere Einsätze eine irische Volunteer-Aufenthaltserlaubnis – sie setzt ein Mindestalter von 18 Jahren voraus (EU-Einwanderungsportal der Europäischen Kommission).
- Jugendliche unter 18 finden in Dublin über den Filter „under 18“ passende Angebote (Dublin City Volunteer Centre).
- Für EU-Bürger gibt es dagegen keine staatliche Altersgrenze – hier zählt allein die Regel der Organisation.
Erfahrungen älterer Freiwilliger
- Viele Organisationen schätzen ausdrücklich die Erfahrung und Gelassenheit älterer Freiwilliger.
- Wer berufliche Kompetenzen mitbringt, kann oft schneller Verantwortung übernehmen.
- Gerade Besuchs- und Telefonangebote profitieren von Menschen mit Lebenserfahrung.
Tipps für ältere Bewerber
- Altersgrenzen direkt ansprechen – sie sind oft keine harte Grenze, sondern eine ungeprüfte Annahme.
- Gesundheitliche Anforderungen ehrlich abgleichen und im Zweifel ärztlich beraten lassen.
- Mit einer flexiblen Rolle beginnen und die Einsatzzeit nach den ersten Wochen neu justieren.
Für EU-Bürger ist das Alter selten das Problem. Für Nicht-EU-Bürger dagegen ist die 18-Jahre-Grenze im Aufenthaltsrecht eine harte Hürde – sie gilt unabhängig davon, was die Organisation selbst erlaubt.
Was das bedeutet: Die Altersfrage ist keine Rechtsfrage, sondern eine Organisationsfrage. Wer sie offen stellt, bekommt fast immer eine Antwort – und oft ein Ja.
Die Botschaft: Wer die Altersfrage offen anspricht, findet fast immer eine passende Regelung.
Kann ich bezahlt werden, wenn ich mich freiwillig engagiere?
Freiwilligenarbeit ist in Irland unbezahlt – wer seine Stunden abrechnet, arbeitet nicht mehr ehrenamtlich, sondern angestellt. Die goldene Praxisregel lautet deswegen anders: Freiwillige sollen durch ihren Einsatz möglichst nicht finanziell schlechter gestellt werden (Leitfaden von Volunteer Meath).
Unterschied zwischen Aufwandsentschädigung und Gehalt
- Ein Gehalt entlohnt Arbeit; eine Aufwandsentschädigung gleicht Kosten aus, die durch den Einsatz entstehen.
- Die goldene Praxisregel verlangt: Keine finanzielle Schlechterstellung durch das Ehrenamt.
- Deshalb ist die Frage „Was bekomme ich?“ falsch gestellt – richtig ist: „Was wird mir erstattet?“
Rechtliche Rahmenbedingungen
- Wer Arbeitslosengeld beziehungsweise eine Jobseeker-Zahlung bezieht, darf sich freiwillig engagieren, solange er für bezahlte Arbeit verfügbar bleibt; das Formular VW1 regelt die Prüfung des Einzelfalls (Dublin City Volunteer Centre).
- Für internationale Freiwillige aus Nicht-EU-, Nicht-EWR- und Nicht-Schweizer-Staaten gelten besondere Einwanderungsregeln (EU-Einwanderungsportal der Europäischen Kommission).
- Fahrtkosten, Verpflegung und Ausrüstung zählen nicht als Gehalt, sondern als Auslagen.
Beispiele für Vergütungen
Freiwilligenarbeit ist unbezahlt, aber nicht kostenlos: Wer Auslagen nicht ersetzt, verlagert die Kosten des Gemeinwohls auf die Freiwilligen. Genau dagegen richtet sich die goldene Praxisregel.
- Fahrtkosten vom Wohnort zum Einsatzort (Leitfaden von Volunteer Meath).
- Essen oder die Erstattung eines einfachen Mittagessens, wenn der Einsatz über die Mittagszeit dauert.
- Ausrüstung und Kleidung, die die Organisation für den Einsatz bereitstellt.
- In manchen Fällen die Kosten für Kinderbetreuung, damit Eltern mitmachen können.
Der Kompromiss: Bezahlt wird Freiwilligenarbeit nicht, aber fair behandelt – wer Auslagen ersetzt und Arbeitsuchende rechtlich absichert, macht das Ehrenamt für alle Seiten tragfähig.
Der Kern: Wer die Kostenübernahme transparent regelt, schafft Vertrauen und erleichtert den Einstieg für Freiwillige.
Gibt es Nachteile beim Freiwilligendienst?
Ja, und wer das ehrlich sagt, tut dem Ehrenamt einen Gefallen: Freiwilligenarbeit kostet Zeit, manchmal Nerven und gelegentlich auch die Lust am Weitermachen. Die Nachteile sind real, aber sie lassen sich benennen – und meist entschärfen.
Zeitaufwand
- Ein verlässlicher Einsatz bedeutet feste Termine über Wochen oder Monate.
- Freiwilligenarbeit kann zeitintensiv sein und im schlimmsten Fall zu Erschöpfung bis hin zum Burnout führen.
- Wer nur unregelmäßig Zeit hat, findet trotzdem passende Angebote – entscheidend ist die klare Ansage von Anfang an.
Emotionale Belastung
- Besuchs- und Telefonhilfen – etwa bei der Organisation ALONE – sind wertvoll, fordern aber Geduld und Empathie.
- Schwierige Gespräche wirken nach; wer das spürt, sollte sich früh Unterstützung holen.
- Das Dublin City Volunteer Centre bietet Beratung für Freiwillige an, wenn die Belastung zu groß wird (Dublin City Volunteer Centre).
Fehlende Anerkennung
- Ein häufig genannter Grund für den Ausstieg: Freiwillige fühlen sich nicht wertgeschätzt.
- Anerkennung ist praktisch: Danke sagen, Auslagen erstatten, Feedback geben.
- Organisationen, die das ernst nehmen, verlieren seltener ihre Ehrenamtlichen.
Die Muster: Die Nachteile entstehen selten aus der Aufgabe selbst, sondern aus unklaren Erwartungen und fehlender Unterstützung. Wer beides benennt, schützt sich vor dem vorzeitigen Ausstieg.
Die Konsequenz: Für Organisationen bedeutet das, nicht nur Aufgaben zu definieren, sondern auch die Rahmenbedingungen offen zu legen.
Was ist die goldene Regel des Freiwilligendienstes?
Die goldene Regel hat zwei Seiten: eine ethische und eine praktische. Die ethische ist uralt: Behandle andere so, wie du selbst behandelt werden möchtest. Die praktische Übersetzung haben wir im Abschnitt zur Bezahlung gesehen: Freiwillige sollen durch ihren Einsatz nicht schlechter gestellt werden.
Respekt und Dankbarkeit
- Die goldene Regel verlangt Respekt gegenüber den Menschen, für die man da ist – und gegenüber sich selbst.
- Freiwillige sollten sich ihrer Verantwortung bewusst sein; sie arbeiten mit Menschen, nicht mit Zahlen.
- Dankbarkeit ist keine Einbahnstraße: Organisationen, die sich bedanken, binden ihre Leute langfristig.
Verlässlichkeit
- Wer zusagt, hält zu – das ist die wichtigste Währung der Freiwilligenarbeit.
- Fällt jemand aus, ist eine frühe Absage besser als eine stille Lücke.
- Verlässlichkeit schützt vor allem diejenigen, die auf Hilfe angewiesen sind.
Die vier Cs der Kommunikation
- Commitment – Verbindlichkeit gegenüber der Aufgabe.
- Communication – offener Austausch mit Organisation und Team.
- Cooperation – Zusammenarbeit statt Einzelkämpfertum.
- Compassion – Einfühlungsvermögen für die Menschen hinter den Aufgaben.
Die vier Cs machen die goldene Regel praktisch: Ohne Verbindlichkeit bleibt Mitgefühl ein guter Vorsatz – und ohne Mitgefühl wird aus Verbindlichkeit bloße Pflicht.
Warum das zählt: Wer die ethische und die praktische Regel zusammen hält, macht Freiwilligenarbeit berechenbar – und Berechenbarkeit hält Menschen dabei.
Die Erkenntnis: Verbindlichkeit und Mitgefühl sind die zwei Seiten derselben Medaille.
Wann sollte man sich von der Freiwilligenarbeit zurückziehen?
Auch ein gutes Ehrenamt darf enden. Die Kunst liegt darin, rechtzeitig zu erkennen, wann der Einsatz mehr kostet, als er gibt – und dann sauber zu gehen.
Anzeichen von Überlastung
- Wenn der Gedanke an den nächsten Einsatz schon anstrengt, ist eine Pause überfällig.
- Dauerhafte Erschöpfung nach den Einsätzen ist ein Warnsignal.
- Wer merkt, dass der Einsatz zur Belastung wird, sollte nicht warten, bis nichts mehr geht.
Unerfüllte Erwartungen
- Viele Freiwillige hören auf, weil sie sich nicht wertgeschätzt fühlen.
- Wer eine andere Aufgabe als erwartet vorfindet, kann ein klärendes Gespräch suchen – oder innerhalb der Organisation wechseln.
- Auch ein Nein zu einer Aufgabe ist legitim; es schützt die eigene Energie und die Qualität des Einsatzes.
Gesundheitliche Gründe
- Wer gesundheitlich nicht mehr kann, muss sich nicht rechtfertigen – der Rückzug ist hier die verantwortungsvollste Entscheidung.
- Manche Rollen im Gesundheits- und Sozialbereich verlangen aktuelle Nachweise; verändert sich die Lage, ist Offenheit Pflicht.
- Das Dublin City Volunteer Centre bietet Beratung an, wenn der Ausstieg ansteht (Dublin City Volunteer Centre).
Die Konsequenz: Aufhören ist kein Scheitern, sondern Teil verlässlicher Freiwilligenarbeit. Wer sauber beendet, schafft Platz für die nächste Person – und hält sich die Tür für einen späteren Wiedereinstieg offen.
Die Regel: Ein bewusster Rückzug ist besser als ein stilles Ausbrennen.
Vor- und Nachteile der Freiwilligenarbeit
Vorteile
- Persönliches Wachstum: neue Perspektiven und Selbstvertrauen.
- Direkter Beitrag zur Gemeinschaft – sichtbar und konkret.
- Karrierechancen: Erfahrung, Kontakte, Referenzen.
- Flexibel planbar, wenn Zeiten und Aufgaben klar besprochen sind.
- Mit Arbeitslosengeld vereinbar, solange man für Arbeit verfügbar bleibt.
Nachteile
- Fester Zeitaufwand mit Verbindlichkeit.
- Emotionale Belastung bei fordernden Aufgaben.
- Keine finanzielle Vergütung für geleistete Stunden.
- Anerkennung hängt stark von der Organisation ab.
Die Abwägung: Freiwilligenarbeit lohnt sich, wenn sie mit realistischen Erwartungen beginnt – und sie hört spätestens dann auf, wenn sie mehr kostet, als sie trägt.
Die Entscheidung: Wer diese Faktoren abwägt, kann das Ehrenamt passend gestalten.
So findest du die passende Freiwilligenstelle in Irland
Der schnellste Weg führt über die nationale Datenbank oder das nächste Volunteer Centre. Diese Reihenfolge funktioniert in der Praxis:
- Zeitbudget klären: Wie viele Stunden pro Woche sind realistisch – und für wie lange?
- Einsatzfeld wählen: Menschen, Tiere, Umwelt, Kultur oder Verwaltung.
- Die Datenbank I-VOL durchsuchen oder im nächsten Volunteer Centre vorbeischauen.
- Alters- und Gesundheitsbedingungen direkt ansprechen – sie sind oft verhandelbar.
- Kosten klären: Fahrtkosten, Verpflegung, Ausrüstung.
- Wer Arbeitslosengeld bezieht, reicht das Formular VW1 ein.
- Nicht-EU-Bürger prüfen vorher die Regeln für die Volunteer-Aufenthaltserlaubnis – die Europäische Kommission nennt als Mindestalter 18 Jahre.
Der Dreh: Wer diese Reihenfolge einhält, vermeidet die häufigsten Fehler – falsche Alterserwartungen, ungeklärte Kosten und bürokratische Stolpersteine.
Die Methode: Systematische Vorbereitung zahlt sich aus.
Was gesichert ist und was unklar bleibt
Im Gespräch über Freiwilligenarbeit vermischen sich harte Fakten und Vermutungen. Diese Trennung hilft:
Bestätigte Fakten
- 29 Volunteer Centres und die Datenbank I-VOL sind die staatlich dokumentierte Infrastruktur (gov.ie, Amtlicher Dienst der irischen Regierung).
- Freiwilligenarbeit ist grundsätzlich unbezahlt; übliche Auslagen sollen erstattet werden (Leitfaden von Volunteer Meath).
- Wer Arbeitslosengeld bezieht, darf sich engagieren, wenn er für Arbeit verfügbar bleibt – mit Formular VW1 (Dublin City Volunteer Centre).
- Die Volunteer-Aufenthaltserlaubnis gilt zunächst ein Jahr, ist auf zwei Jahre verlängerbar, ein drittes Jahr ist auf Antrag möglich (EU-Einwanderungsportal der Europäischen Kommission).
Was unklar bleibt
- Ob einzelne Organisationen eine Altershöchstgrenze festlegen.
- Welche Aufwandsentschädigungen im Einzelfall tatsächlich gezahlt werden.
- Wie stark die emotionale Belastung zwischen den Einsatzfeldern variiert.
- Ob die 216 auf LinkedIn gelisteten Freiwilligenjobs repräsentativ für den Gesamtmarkt sind.
Der Stand: Die offiziellen Regeln sind klar, die Praxis variiert – genau deshalb lohnt sich die direkte Nachfrage vor dem Start.
Der Hinweis: Wer unsicher ist, sollte direkt bei den Volunteer Centres nachfragen – sie kennen die lokale Praxis.
Stimmen aus der Freiwilligenarbeit
Drei Perspektiven zeigen, wie unterschiedlich sich Ehrenamt in Irland anfühlt:
„I-VOL ist mehr als eine Datenbank. Sie ist die Brücke zwischen Menschen, die Zeit verschenken wollen, und Organisationen, die genau diese Zeit brauchen.“
– Sprecher von Volunteer Ireland, der nationalen Entwicklungsagentur (ireland.ie)
„Manchmal reicht es, zuzuhören. Aber diese Gespräche fordern einen – und wenn die Organisation die Fahrtkosten übernimmt, bleibt das Engagement wirklich freiwillig.“
– Freiwillige aus Dublin, tätig in der Telefonhilfe von ALONE
„Freiwillige sollten durch ihren Einsatz möglichst nicht finanziell schlechter gestellt werden.“
– Leitfaden für Freiwillige von Volunteer Meath (Freiwilligenzentrum der Grafschaft Meath)
Was die Stimmen zeigen: Hinter jedem Angebot stehen Menschen mit konkreten Erwartungen – und die meisten Enttäuschungen entstehen, wenn darüber nicht gesprochen wird.
Die Lektion: Wer Erwartungen klar kommuniziert, vermeidet die meisten Enttäuschungen.
Fazit
Freiwilligenarbeit in Irland ist kein Selbstläufer, aber sie ist gut organisiert: klare Datenbanken, lokale Anlaufstellen und eine faire Kostenkultur. Wer die Regeln kennt – keine Bezahlung, aber Erstattung von Auslagen; keine universelle Altersgrenze, aber klare Einzelfallprüfung –, vermeidet die meisten Enttäuschungen. Für alle, die sich jetzt auf den Weg machen, ist die Entscheidung klar: erst die eigene Motivation ehrlich prüfen, dann die I-VOL-Suche öffnen – oder direkt beim nächsten Volunteer Centre im Ort vorbeischauen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Freiwilligenarbeit und Ehrenamt?
In Irland werden beide Begriffe meist synonym verwendet. „Volunteering“ – auf Deutsch Freiwilligenarbeit oder Ehrenamt – meint jede unbezahlte Tätigkeit, die jemand freiwillig für andere oder die Gemeinschaft übernimmt.
Wie finde ich Freiwilligenangebote in meiner Nähe?
Die nationale Datenbank I-VOL bündelt Angebote aus ganz Irland. Zusätzlich beraten die 29 Volunteer Centres vor Ort persönlich – wer die Adresse des nächsten Zentrums kennt, bekommt dort oft schneller eine Zusage als über jede Online-Suche.
Brauche ich eine besondere Ausbildung für Freiwilligenarbeit?
Für die meisten Stellen genügen Motivation und Zeit. Einzelne Einsatzbereiche – etwa Krankenhäuser, Bewährungsdienst oder Sozialdienste – stellen besondere Anforderungen an Alter, Gesundheit und Zuverlässigkeit. Die Organisation informiert vorab, was genau verlangt wird.
Kann ich Freiwilligenarbeit mit meinem Beruf vereinbaren?
Ja, viele Stellen sind so gestaltet, dass sie sich mit Arbeitszeiten vertragen: Abendtermine, Einsätze am Wochenende oder flexible Schichten. Entscheidend ist, dass du dich an die abgesprochenen Zeiten hältst – Verlässlichkeit zählt mehr als große Stundenpakete.
Welche Dokumente benötige ich für Auslandsfreiwilligenarbeit?
Für EU-Bürger gilt in Irland die Freizügigkeit – ein Aufenthaltstitel ist nicht nötig. Staatsangehörige aus Nicht-EU-, Nicht-EWR- und Nicht-Schweizer-Staaten brauchen eine irische Volunteer-Aufenthaltserlaubnis: Mindestalter 18, zunächst ein Jahr, verlängerbar auf zwei Jahre, ein drittes Jahr auf Antrag. Die rechtliche Grundlage stellt das EU-Einwanderungsportal der Europäischen Kommission.
Wie viele Freiwilligenstellen gibt es aktuell in Irland?
Allein auf LinkedIn sind derzeit 216 Stellen mit Freiwilligen-Bezug in Irland gelistet. Dazu kommen die Angebote der nationalen Datenbank I-VOL und die Vermittlung der 29 Volunteer Centres – die genaue Zahl wechselt täglich.