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Sonnensturm in Österreich: Polarlichter live

Freddie George Cooper Thompson • 2026-09-12 • Gepruft von Oliver Weber

Es ist eine jener Nächte, die man nicht vergisst: Einfach nur nach oben schauen und plötzlich tanzen grüne und rötliche Lichter am Himmel – mitten in Österreich. Am 20. Januar 2026 wurde genau das zur Realität, als der schnellste Sonnensturm seit 31 Jahren auf die Erdatmosphäre traf. In diesem Artikel erfahren Sie nicht nur, wo und wann die Polarlichter am besten zu sehen waren, sondern auch, wie Sie die nächste Chance nutzen und was das Ereignis für die Zukunft bedeutet.

Datum: 20. Januar 2026 ·
Geschwindigkeit des Sonnensturms: 1.178 km/s ·
Stärke: G5 (extrem) ·
Sichtbarkeit: ganz Österreich ·
Dauer: zweite Nacht in Folge ·
Rekord: schnellster Sonnensturm seit 31 Jahren

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
  • Ob weitere Sonnenstürme ähnlicher Stärke in den kommenden Tagen folgen (vienna.at)
  • Genaue Uhrzeit für optimale Sichtung in den nächsten Nächten (GeoSphere Austria)
3Zeitleisten-Signal
  • 18. Januar: Sonnenflaare ausgebrochen (GeoSphere Austria)
  • 20. Januar: Sturm erreicht Erde – Polarlichter in Österreich (GeoSphere Austria (EN))
4Wie es weitergeht
  • Weitere Polarlichter bei starken Sonnenstürmen möglich (vienna.at)
  • Sonnenaktivitätsminimum um 2030 erwartet (VOL.AT)

Sechs Fakten in Kürze, die das Ausmaß des Ereignisses greifbar machen.

Attribut Wert
Ereignis Starker geomagnetischer Sturm
Datum 20. Januar 2026
Geschwindigkeit des Sonnenwindes 1.178 km/s
Sturmstärke G5 (extrem)
Sichtbarkeit in Österreich Im ganzen Land
Quelle GeoSphere Austria

Sind heute Polarlichter sichtbar?

Die kurze Antwort: Ja, in der Nacht auf den 20. Januar 2026 waren sie in ganz Österreich zu sehen – und zwar deutlich. Der geomagnetische Sturm erreichte die zweithöchste Stufe G5 (extrem) und sorgte für ein Farbspektakel, das weit über die üblichen nördlichen Breiten hinausreichte. GeoSphere Austria, die staatliche Wetter- und Geophysikbehörde, bestätigte Sichtungen von Tirol bis Wien, von Kärnten bis Oberösterreich.

Der Knackpunkt

Die Aurora borealis hing nicht nur über dem Norden Europas, sondern tauchte den gesamten Alpenraum in ein grün-rötliches Leuchten – weil der Sonnensturm mit 1.178 km/s auf das Erdmagnetfeld prallte, zehnmal schneller als ein typischer Sonnenwind.

Was ist der Unterschied zwischen Nordlichtern und Polarlichtern?

  • Die Begriffe werden synonym verwendet – „Nordlichter“ (Aurora borealis) treten auf der Nordhalbkugel auf, „Südlichter“ (Aurora australis) auf der Südhalbkugel.
  • Für Österreich relevant: Die Aurora borealis ist die einzig mögliche Form; eine Unterscheidung ist rein geografisch.

Die Farben entstehen, wenn Sonnenwindteilchen mit Sauerstoff- und Stickstoffatomen in der Erdatmosphäre kollidieren – grün durch Sauerstoff in etwa 100–200 km Höhe, rot durch Stickstoff in größeren Höhen, wie GeoSphere Austria (Fachbehörde für Geophysik) erläutert.

Das Paradox

Obwohl der Sonnensturm der schnellste seit 31 Jahren war, meldete CNN, dass die Orientierung des Magnetfelds großflächige Displays in den USA verhinderte – Europa profitierte von der günstigen Ausrichtung. Eine Frage der Perspektive.

Die Implikation: Wer jetzt auf ein Feuerwerk hofft, sollte die aktuellen Prognosen von GeoSphere Austria im Auge behalten – die Magnetfeldausrichtung entscheidet über Sichtbarkeit.

Welche Uhrzeit sieht man heute Polarlichter?

In der Nacht auf den 20. Januar 2026 war die beste Sichtungszeit in den Stunden nach Mitternacht. GeoSphere Austria dokumentierte die höchste Feldstärke von 91 Nano-Tesla – etwa zehnmal dem Durchschnittswert – gegen 2 Uhr nachts. Wer die Chance verpasst hat: Die zweite Nacht in Folge bot ebenfalls Sichtungen.

  • Optimale Uhrzeit: 1 bis 4 Uhr morgens.
  • Bedingung: klarer Himmel, möglichst wenig Lichtverschmutzung.
  • Dauer der Sichtbarkeit: mehrere Stunden, je nach Sturmintensität.

Was das bedeutet: Wer die nächste Gelegenheit nutzen will, muss nach Mitternacht wach bleiben – und das Wetter im Auge behalten.

Wann gibt es wieder Polarlichter in Österreich?

Prognosen für 2026 sind vielversprechend. Christian Möstl, Leiter des Austrian Space Weather Office bei GeoSphere Austria, erklärte gegenüber vienna.at, dass für 2026 drei bis fünf geomagnetische Stürme erwartet werden, die stark genug sein könnten, Polarlichter in Mitteleuropa auszulösen. Bei passendem Wetter könnte es in Österreich ein bis zwei Sichtungschancen geben.

Fazit: Der Sonnensturm vom 20. Januar war kein Einzelfall, sondern Teil des 11-Jahres-Zyklus der Sonne. Hobby-Astronomen: Klare Nächte nach starken Sonnenausbrüchen reservieren. Fotografen: Ausrüstung bereithalten – die nächste Chance kommt in den nächsten Wochen.

In welchem Monat sieht man die meisten Polarlichter?

  • Wintermonate (Oktober bis März) bieten die längsten Nächte und damit das größte Zeitfenster.
  • Die Sonnenaktivität folgt einem 11-Jahres-Zyklus; das Maximum wurde 2024/2025 erwartet.
  • Das Minimum wird um 2030 erwartet, wie VOL.AT (Vorarlberger Nachrichtenportal) berichtet.

Das Muster: Die nächsten zwei bis drei Jahre bleiben die besten Chancen – danach sinkt die Aktivität bis zum Minimum um 2030.

Sind Polarlichter mit dem Auge sichtbar?

Ja, und das Ereignis vom 20. Januar 2026 war ein Paradebeispiel. GeoSphere Austria (Bundesanstalt für Geophysik) bestätigte, dass die Polarlichter in ganz Österreich mit bloßem Auge als grünes Leuchten zu sehen waren. In Städten wie Wien war die Sicht durch Lichtverschmutzung etwas schwächer, aber dennoch erkennbar.

Kann ich Polarlichter mit dem Handy fotografieren?

Ja, mit den richtigen Einstellungen. Smartphones mit Nachtmodus oder manueller Belichtung können die Farben oft intensiver einfangen, als das Auge sie sieht – weil der Sensor länger Licht sammelt. Ein Stativ ist empfehlenswert, ebenso eine Belichtungszeit von 3 bis 10 Sekunden.

  1. Sonnensturm-Vorhersage auf GeoSphere Austria prüfen.
  2. Dunklen Ort mit wenig Lichtverschmutzung suchen.
  3. In den Stunden nach Mitternacht (1–4 Uhr) den Himmel beobachten.
  4. Kamera auf Stativ mit manueller Belichtung (3–10 Sekunden) bereithalten.

Was passiert, wenn man Polarlichter sieht?

Das Phänomen selbst ist harmlos. Die Farben entstehen durch Kollisionen von Sonnenwindteilchen mit Sauerstoff- und Stickstoffatomen – ein natürlicher Prozess, der keine Auswirkungen auf den menschlichen Körper hat. Der Anblick ist rein visuell.

Der Trade-off: Das Auge sieht das Leuchten, die Kamera die Farben – eine Kombination, die das Erlebnis doppelt macht.

Wie wirkt sich der Sonnensturm auf den Menschen aus?

Für Menschen am Boden besteht keine direkte Gesundheitsgefahr. GeoSphere Austria (zuständige Bundesanstalt) hielt fest, dass vorerst keine Probleme an Satelliten, Navigationssystemen oder Stromnetzen bekannt waren. Das Risiko für technische Infrastruktur existiert prinzipiell: Starke Sonnenstürme können Kommunikationssysteme oder Stromnetze stören. Astronauten und Flugpersonal in hohen Breiten sind stärker betroffen, da sie weniger Schutz durch die Erdatmosphäre haben.

Zeitleiste des Ereignisses

Die folgende Tabelle zeigt den Ablauf des Sonnensturms und der darauffolgenden Polarlichter.

Datum Ereignis
18. Januar 2026 Sonnenflaare auf der Sonnenseite ausgebrochen (GeoSphere Austria)
19. Januar 2026 Sonnensturm wird in Richtung Erde ausgestoßen (CNN)
20. Januar 2026 (Nacht) Sonnensturm erreicht Erdmagnetfeld – Polarlichter in Österreich (GeoSphere Austria (EN))
21. Januar 2026 Zweite Nacht mit Polarlichtsichtungen möglich (Heute.at)
Was zu beachten ist

Der Sonnensturm zeigte, wie schnell ein Himmelsphänomen von atemberaubend zu risikobehaftet kippen kann. Die Technik auf der Erde ist verwundbarer, als sie scheint – und die nächste Welle kommt bestimmt.

Die Prognose

Für 2026 rechnet Christian Möstl mit 3–5 Stürmen, die Polarlichter in Mitteleuropa auslösen. Österreichs Hobby-Astronomen: Vorbereitet sein. Die Energieversorger: Wachsam bleiben.

Die Lehre: Naturphänomene wie dieses sind faszinierend, erinnern uns aber auch an unsere Abhängigkeit von funktionierender Technik.

„Es war ein unglaubliches Polarlicht – eines der intensivsten, das ich in Mitteleuropa je gesehen habe.“

– Christian Möstl, Leiter Austrian Space Weather Office, zitiert nach vienna.at

„Die Feldstärke von 91 Nano-Tesla nahe der Erde ist außergewöhnlich hoch – etwa zehnmal dem Durchschnittswert.“

– GeoSphere Austria

Die Zusammenfassung: Der Sonnensturm vom Januar war ein Weckruf – für alle, die das Farbenspiel am Himmel lieben, und für alle, die auf Technik angewiesen sind. Für Österreichs Bevölkerung ist die Lehre klar: Den Blick nach oben richten, aber auch nach unten – auf die kritische Infrastruktur. Wer die nächste Sichtung nicht verpassen will, folgt den Warnungen von GeoSphere Austria. Und wer die Technik schützen will, investiert in Vorsorge. Die Natur zeigt, was sie kann. Jetzt ist der Mensch am Zug.

Häufig gestellte Fragen

Wie lange dauern Polarlichter?

Einzelne Sichtungen können von wenigen Minuten bis zu mehreren Stunden andauern, abhängig von der Intensität des Sonnensturms. Das Ereignis vom 20. Januar 2026 zog sich über mehrere Stunden in der zweiten Nachthälfte hin.

Kann man Polarlichter in Wien sehen?

Ja, in der Nacht auf den 20. Januar 2026 waren sie auch in Wien mit bloßem Auge sichtbar – wenn auch durch Lichtverschmutzung etwas schwächer als am Land. Ein erhöhter Standort verbessert die Sicht.

Welche App zeigt Polarlichter an?

Apps wie „Aurora“ oder „My Aurora Forecast“ warnen vor geomagnetischen Stürmen und zeigen die Wahrscheinlichkeit von Sichtungen an. GeoSphere Austria bietet zudem aktuelle Daten zur Magnetfeldstärke.

Ist der Sonnensturm gefährlich für Menschen?

Nein, für Menschen am Boden besteht keine direkte Gesundheitsgefahr. Die Erdatmosphäre schützt vor der Strahlung. Risiken bestehen für Satelliten, Stromnetze und Flugpersonal in hohen Breiten.

Benötigt man spezielle Ausrüstung, um Polarlichter zu sehen?

Nein, mit bloßem Auge sind sie bei ausreichender Stärke gut sichtbar. Ein Stativ und eine Kamera mit manueller Belichtung helfen, die Farben intensiver einzufangen. Ein dunkler Ort ohne Lichtverschmutzung ist ideal.



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